Ein paar Worte zu Adobe-Produkten

Photoshop mag ja ein Super-Tool sein das sein Geld auch Wert ist. Aber mit welcher Berechtigung verlangt ihr für nahezu unbedienbare Programme wie AfterEffects, Premiere Pro und Encore so viel Geld?

Okay, ihr seid wohl mehr oder weniger Marktführer in dem Bereich. Und zugegeben: Wenn man sich auf die Bedienung einlässt, kommt man zu akzeptablen Ergebnissen.

Dennoch verstehen wir nicht, wie ihr es euch erlauben könnt bei der Produktbeschreibung der Creative Suite damit zu werben, dass man mit allen Programmen dieser Suite untereinander problemlos arbeiten könne!?

Um zum Beispiel eine DVD anfertigen zu können, sollte man unserer Meinung nach (wenn man schon drei einzelne, sündhaft teure Programe benötigt) diesen Workflow einrichten können:

  • Rohmaterial in Premiere Pro vor-schneiden und als Filmprojekt speichern,
  • dieses Projekt in AfterEffects mit Effekten versehen (ohne auch nur einen Frame final zu rendern),
  • die aufpolierten Videodaten wieder mit Premiere Pro in eine Endkomposition bringen,
  • mit Encore ein DVD-Menü erstellen und erst hier das DVD-Material rendern.

Und wenn das klappt würde, ohne das auch nur einmal eines der Programme abstürzt, ist das schon ein gewaltiger Schritt vorwärts.

Es stellt sich jedoch weiter die Frage, ob bei euch auch zusammen gearbeitet wird, oder ob jedes Programmierteam in einen sepetaten Bunker verschlossen wird. Was uns bei der Projektbearbeitung nämlich auffiel: Nur die Programmierer, die die Oberfläche (nicht die GUI, nur die graphischen Komponenten) realisiert haben, schienen über die Bunkertüren hinweg gegangen sein; diejenigen, die aber für Tastenzuordnungen verantwortlich waren wurden wohl besser eingeschlossen.

Achja: Warum lassen sich auf Windows-Plattformen erstellte Encore-Projekte nicht auf Mac-OS-X-Systemen öffnen (auf beiden Systemen läuft die jeweils aktuellste Version)? Unzeitgemäßer ging es wohl nicht...

Wie gesagt lassen sich mit der Creative Suite beeindruckende Ergebnisse erzielen. Aber auch nur dann wenn man die kreativen Gedankengänge der Programmierer nachvollziehen kann. Leider.